Immunologische Voraussetzungen für die Hornhaut-Transplantation

Die Hornhauttransplantation ist die häufigste und erfolgreichste Transplantation in der Medizin. In 2003 wurden in Deutschland etwa 4000 Hornhäute transplantiert. Der besondere Erfolg der Hornhaut-Transplantation beruht auf dem Fehlen von Blut- und Lymphgefäßen in der Hornhaut. Dadurch kann das fremde Spendegewebe nicht so schnell als fremd erkannt werden und wird daher deutlich seltener abgestoßen. Außerdem ist bekannt, dass Fremdkörper, die man in das vordere Auge einbringt, einem besonderen Schutz des Organismus unterliegen, der sonst nur für körpereigenes Gewebe gilt (immunologischer Schutz der Vorderkammer). Auch dies hilft, die Reaktion gegen die fremde Hornhaut zu unterdrücken. Daher ist bei den meisten Hornhaut-Übertragungen nur eine Behandlung mit kortisonhaltigen Augentropfen für ein halbes bis ein Jahr notwendig. Die Einnahme von Tabletten, die eine Abstoßungsreaktion verhindern sollen, ist hingegen
meist nicht notwendig.

Die Situation verändert sich dramatisch, in dem Moment, in dem Gefäße in die Hornhaut eindringen. Dann ist die Hornhaut an das allgemeine Immunsystem angeschlossen und die Erkennung von fremdem Gewebe läuft wie in allen anderen gefässhaltigen Organen ab. Bei diesen so genannten „Hoch-Risiko-Patienten“ muss daher auch eine systemische Therapie mit Medikamenten durchgeführt werden, die eine Abstoßungsreaktion verhindern sollen. Hier sind auch eine intensivere Tropftherapie und engmaschigere Kontrollen erforderlich.

Sollte es zu einer Abstoßungsreaktion kommen, kann diese in den meisten Fällen durch eine hochdosierte Gabe von Kortison, sei es in Form von Tropfen, Injektionen oder in Tablettenform, gestoppt werden, so dass das Transplantat weiterhin funktionsfähig bleibt. Sollte die Hornhaut aber ganz abgestoßen werden, so dass auch wiederum eine schlechtere Sehschärfe oder Schmerzen resultieren, kann die Hornhautübertragung auch wiederholt werden.

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