Erkrankungen der Hornhaut

Keratokonus

Bei den Erkrankungen der Hornhaut kann man angeborene und erworbenen Erkrankungen unterscheiden. Auch angeborene Erkrankungen können sich erst im späteren Lebensalter manifestieren. Darüber hinaus kann man die Hornhauterkrankungen nach der betroffenen Struktur einteilen: ist das Stroma oder das Endothel betroffen, kann eine Hornhauttransplantation notwendig sein. Sehr selten führen Erkrankungen des Epithels zu einer Hornhaut-Transplantation, weil dieses im Gegensatz zu den beiden anderen Schichten, eine hohe Regenerationsfähigkeit besitzt.

Bei den Stroma Erkrankungen kennen wir Veränderungen, bei denen das Stroma eintrübt, wie z.B. bei den angeborenen Hornhautdystrophien. Sehr viel häufiger sind allerdings die Formveränderungen. Bei diesen ist die Grundsubstanz verändert, so dass die Hornhaut dünner ist als normal. Durch den Augendruck wird dann im laufe des lebens die Hornhaut nach außen vorgewölbt. Dies erkennt man z.B. an einer zunehmenden Hornhautverkrümmung, die schließlich in einem so genannten Keratokonus (siehe Abb.) mündet. Dieser ist in den Anfangsstadien noch durch eine Kontaktlinse zu korrigieren, später muss aber die erkrankte Hornhaut durch eine gesunde ersetzt werden.

Häufig sind auch Veränderungen, die das Endothel betreffen. Hier sind insbesondere die Fuchs'sche Endotheldystrophie und die Hornhautdekompensation zu nennen. Bei der Fuchs'schen Endotheldystrophie nimmt die Endothelzellzahl schneller ab, als dem Alter entsprechend zu erwarten wäre. Der Patient bemerkt diese Veränderung erst ab etwa dem 40. Lebensjahr oder später, wenn die Endothelzellzahl, die kritische Grenze unterschreitet, bei der die Hornhaut noch klar gepumpt werden kann. Zu Beginn ist das Sehen nur am Morgen nebelig, wenn über Nacht das Auge geschlossen war und daher keine Feuchtigkeit von der Oberfläche verdampfen konnte. Die Hornhaut klart dann im Laufe des Tages auf und das Sehen wird wieder zunehmend besser. Je weiter die Erkrankung aber fortschreitet, desto trüber ist die Hornhaut schon am Morgen und schließlich klart sie gar nicht mehr auf. Sie ist nun vollständig dekompensiert. In diesem Stadium kann dann nur noch die Hornhaut-Transplantation das Sehen wieder herstellen. Auch bei der Hornhautdekompensaton kommt es zu einer rapiden Abnahme der Endothelzellzahl. Allerdings wird diese meist durch äußere Eingriffe, z.B. schwere Verletzungen, Verätzungen und Verbrennungen oder auch durch operative Eingriffe bewirkt. Auch häufige Entzündungen des Augeninneren wie die Regenbogenhaut-Entzündung können im Laufe der Zeit eine Abnahme der Endothelzellzahl und damit eine Dekompensation der Hornhaut herbeiführen.

Erkrankungen, die alle Schichten der Hornhaut betreffen sind v. a. virale Erkrankungen z. B. durch Herpes-Viren. Sie führen über eine Entzündung der Hornhaut zu einer Narbenbildung. Die Narbe in der Hornhaut enthält aber andere kollagene Fasern, als dies normalerweise der Fall ist und diese haben auch nicht die hochwertigen Eigenschaften der normalen Grundsubstanz. Daher entsteht mit der Narbe eine Trübung, durch die der Patient nicht mehr klar sehen kann. Bei ausgeprägten, zentral gelegenen Narben kann daher die Sehschärfe erheblich eingeschränkt sein. Gleichzeitig sind die Herpes-Infektionen der Hornhaut fast immer mit der Einsprossung von Gefäßen, die nicht in die Hornhaut gehören, verbunden. Dies verschlechtert auch die Prognose des Transplantates nach der Hornhaut-Übertragung.

In jedem Fall kann eine Hornhaut durch einen Unfall so verletzt werden, dass wiederum Narben entstehen, die das Sehen nachhaltig verschlechtern. Besondere Schwierigkeiten bieten hierbei Verätzungen und Verbrennungen der Augen, aber auch schwere Zerschneidungen der Hornhaut.

Wie bereits beschrieben, kann in vielen dieser Fälle nur eine Hornhaut-Transplantation helfen.

Unsere Öffnungszeiten

  vormittags nachmittags
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
8.30 - 12.00
8.30 - 12.00
8.30 - 12.00
8.30 - 12.00
8.30 - 12.00
15.00 - 17.00
15.00 - 17.00

15.00 - 17.00

Terminvereinbarung
Telefon:
Privatsprechstunde:
Kontakt/E-Mail:
02404/957080-0
02404/957080-10
info@augenzentrum-annapark.de
   
Augenärztlicher Notdienst:
Arztnotrufzentrale
Telefon: 116 117