Das Phänomen des „trockenen Auges“?

Die Ursachen, die zu den Beschwerden beim „Roten Auge“ führen, können sehr vielfältig sein, u. a. Warnzeichen einer inneren Erkrankung.

Erst die Stellung der richtigen Diagnose führt zur richtigen Therapie. Es leuchtet ein, dass jedes Medikament - auch ein „rezeptfreies“ - falsch angewandt, großen Schaden anrichten kann. So ist auch z. B. vor Augenkompressen aus Kamillenaufgüssen zu warnen, die häufig zusätzlich allergische Veränderungen verursachen.

Das „Rote Auge“ sollte man daher niemals selbst behandeln. Eine der häufigsten Ursachen, die zum „Roten Auge“ führen, ist das sogenannte "Trockene Auge".

Funktion des Tränenfilms

Wie wird die Oberfläche befeuchtet?
Die Oberfläche des Auges, genauer gesagt die Hornhautoberfläche, wird von der Tränenflüssigkeit benetzt bzw. befeuchtet, auch Tränenfilm genannt. Mit jedem Lidschlag (ca. alle 5 - 10 Sek.) wird der Tränenfilm über die Oberfläche des Auges - die Hornhaut - verteilt. Dieser Tränenfilm hält die Oberfläche feucht und versorgt diese mit Nährstoffen. Weiterhin schützt dieser Tränenfilm vor Infektionen und spült auch oberflächliche Fremdkörper aus. Letztlich ist der Tränenfilm für ein ungestörtes Sehen wichtig! Produziert wird der Tränenfilm von den vielen kleinen Drüsen an der Lidkante, der Innenseite der Augenlider und der großen Tränendrüse.

Woraus besteht die Tränenflüssigkeit?
Der Tränenfilm ist aus drei unterschiedlichen Schichten zusammengesetzt:

  1. Die äußere, fetthaltige Schicht (Lipidschicht). Sie sorgt dafür, dass die Flüssigkeit nicht über die Lidkante abläuft und nicht verdunstet. Sie wird von den Lidranddrüsen gebildet.
  2. Die mittlere, wässrige Schicht enthält Eiweiße, Enzyme und Antikörper; dient der Ernährung und der Infektabwehr. Produziert wird sie in den Tränendrüsen.
  3. Die innere, schleimige Schicht (Muzinschicht); sie liegt direkt auf der Hornhautoberfläche und dient als Grundlage für die anderen Schichten.

Wie kommt es zum Trockenen Auge?
Mit dem Augenlidschlag wird der Tränenfilm über die Hornhautoberfläche verteilt. Lässt nun der stetige Tränenfluss nach oder ist die Zusammensetzung gestört, versucht das Auge zunächst paradoxerweise wegen des Fremdkörpergefühls mit einem gesteigerten Tränenfluß den Reiz auszugleichen. Versiegt dieser Fluss, beginnt das Problem von neuem. Letztlich wird ein gleichmäßiger Tränenfilm verhindert. Die Hornhautoberfläche zeigt einzelne „trockene Stellen“ - d.h. Stellen, die nicht mit Tränenflüssigkeit bedeckt sind - und ist schutzlos äußeren Bedingungen ausgesetzt. Das Auge wird angreifbar! Jetzt stellen sich die verschiedensten Symptome ein.

Ursachen des Trockenen Auges
Während einerseits die Beschwerden immer die gleichen sind, vornehmlich ein brennendes Fremdkörpergefühl bei geröteter Bindehaut, gibt es andererseits vielfältige Ursachen für diese Erkrankung. In nahezu 80% ist die äußere, fetthaltige Schicht des Tränenfilms gestört. Ein hohes Risiko stellen trockene, beheizte Räume dar, in welchen die Verdunstung der Tränenflüssigkeit gefördert wird. Beim Autofahren bewirkt die Heizlüftung diesen Effekt. Dabei wird durch konzentriertes Sehen, ähnlich wie bei der Bildschirmarbeit, gleichzeitig der Lidschlag seltener, wodurch die Hornhautoberfläche austrocknen kann.

Wie stellt der Augenarzt die Diagnose?
Der Augenarzt kann durch gezieltes Erfragen der Beschwerden und einige schmerzlose Untersuchungen feststellen, ob eine Benetzungsstörung vorliegt. Der Augenarzt untersucht die Augen an der Spaltlampe, einem Biomikroskop. Dabei können die Hornhaut und die Bindehaut beurteilt werden. Die Stabilität des Tränenfilms wird getestet. U. a. auch die Zeit, die vergeht zwischen einem Lidschlag, der den Tränenfilm über die Hornhaut verteilt, und dem Aufreißen des Tränenfilms.

Wie wird das Trockene Auge behandelt?
Je früher das „Trockene Auge“ erkannt und behandelt wird, desto besser können Schädigungen am Auge verhindert werden. Wenn die eigentliche Ursache nicht ausgeschaltet werden kann, mildern Tränenersatzmittel die Beschwerden und verhindern eine Schädigung des Auges. Ob Tropfen oder Gel, der Augenarzt wird die geeignete Therapie auswählen.

Unsere Öffnungszeiten

  vormittags nachmittags
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
8.30 - 12.00
8.30 - 12.00
8.30 - 12.00
8.30 - 12.00
8.30 - 12.00
15.00 - 17.00
15.00 - 17.00

15.00 - 17.00

Terminvereinbarung
Telefon:
Privatsprechstunde:
Kontakt/E-Mail:
02404/957080-0
02404/957080-10
info@augenzentrum-annapark.de
   
Augenärztlicher Notdienst:
Arztnotrufzentrale
Telefon: 116 117